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Ideenherd Ruhrgebiet – Und die Vernetzung?

Im Ruhrgebiet finden sich viele Startups, Freiberufler und Selbstständige. Es gibt auch viele Veranstaltungen, Barcamps, Twittwoch und WestVision. Bestrebungen nach Vernetzung finden auch immer wieder kleinen Rahmen, wie bei der SchwarmGeneration Ruhr statt.

Freelancer digital

Als Freiberufler hat man den Weg der Selbststndigkeit gewählt, um unabhängig arbeiten und sich verwirklichen zu können. Oft stößt man dabei jedoch an Grenzen, muss plötzlich Arbeiten erledigen, die für den Laien kaum von der angestrebten Aufgabe zu differenzieren sind, den Experten jedoch eindeutig missfallen. Softwareentwickler, die sich mit dem Backend einer Website, also dem technischen Hintergrund beschäftigen, sind für den Laien mitunter unsichtbar. Oftmals wird dann die Bearbeitung des Frontends mit gewünscht, ein Ergebnis, das man sehen kann.

Was also tun, wenn das Verständnis über die Aufgabenbearbeitung des Kunden so weit vom eigentlichen Umfang auseinandergeht? Natürlich ist es möglich dem Kunden in aller Breite zu erklären was man tut, was das für Auswirkungen hat und wie sich der Preis genau zusammensetzt – eine mühselige Geschichte. Die Gefahr lauert auch, weil es für Kunden unbequem ist sich an mehrere Personen wenden zu müssen, sie also lieber die Aufgabe an einen einzigen Auftragnehmer delegieren. Das ist nur verständlich, vor allem wenn man davon ausgehen muss, dass der Kunde den Experten beauftragt, weil er die Aufgabenbereiche mitunter gar nicht trennen kann und auch keine Zeitressourcen dafür aufbringen möchte.

Aus der Sicht des Kunden ist die Erstellung einer Website eine Aufgabe. Das klingt auch logisch. Aus Sicht des Experten muss zunächst an dem Konzept gearbeitet werden. Notwendig ist danach die Arbeit an dem Backend und dem Frontend. Vielleicht ist zusätzlich noch ein individuelles Desing notwendig, an dem ein Webdesigner arbeiten muss. Ist es nun logischer, bequemer, ja sinnvoller den Kunden zu belehren oder eher seine Arbeitsweise zu ändern? Und wenn man sich entscheidet, die Arbeitsweise zu ändern, muss man dann auch den eigenen Fachbereich ändern oder gar Arbeiten erledigen die einem nicht liegen? Ein ganz klares Nein.

Zauberwort Vernetzung

Bei der Lean Coffee SchwarmGeneration gestern in Essen drehte sich eine Diskussion um die Vernetzung, denn Freelancer sind oft allein auf weiter Flur. Sie arbeiten von zu Hause aus oder in Co Working Spaces, aber meistens alleine. Sie übernehmen notgedrungen auch eher unliebsame Aufgaben, um ihre Kunden zufriedenzustellen. Einige haben sich in Agenturen auch zusammengetan, so kann jeder die Aufgaben übernehmen, die ihm liegen – Kompetenzen werden optimal ausgeschöpft. Das geht auch weniger bürokratisch.

Einige Freelancer arbeiten auch immer wieder mit anderen Freelancern zusammen, für die Dauer eines oder mehrerer Projekte oder Aufträge. Im digitalen Zeitalter muss das nicht mal in unmittelbarer Nähe sein – digitale Objekte muss man nicht versenden. Je nachdem in welchem Bereich man sich zurückziehen will oder Unterstützung braucht, kann man unterschiedliche Freelancer ansprechen. Es profitieren alle. Der Kunde profitiert, weil es aus seiner Sicht weiter einen Ansprechpartner gibt. Die Freelancer profitieren allerdings in mehrfacher Hinsicht:

  1. Der eigene Horizont wird erweitert, wenn man mit Mitstreitern spricht. Man darf sie nicht nur als Konkurrenz sehen – macht euch klar: Die Auftragslage ist hervorragend!
  2. Es sind nicht mehr nur die eigenen Aufträge, die man abarbeiten kann, man profitiert von den Aufträgen vernetzter „Kollegen“.
  3. Man kann sie auf den Aufgabenbereich konzentrieren, in dem man am Besten ist.

Das Ruhrgebiet ist dicht besiedelt, die Startup-Kultur lebt. Vernetzt euch und profitiert.

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1 thought on “Ideenherd Ruhrgebiet – Und die Vernetzung?

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