Lebensqualität

Schritt für Schritt zum Lebenstraum

In einem Moment des Stillstandes, rate ich zum Stehenbleiben. An einem Wendepunkt braucht es Zeit. Schritt für Schritt findet sich die Lösung aus dem Problem heraus, denn die Jobsuche markiert schon das Ende.

Ich stand plötzlich da. Mit einem Staatsexamen, viel verschenkter Zeit und keinem Funken Idee, wie es weitergehen soll. Was hatte ich denn schon erreicht? Das war ziemlich desillusionierend. Einen Moment wusste ich nicht weiter. Brauchte Zeit. Stehenbleiben, Verweilen, Luft holen.

Zunächst mal heißt das:
Ich habe ganz pragmatisch zusammengesucht, was ich bereits kann, welche Abschlüsse und Erfahrungen ich meinem Konto gutschreiben kann. Das ging nicht einfach so, dazu brauchte ich Hilfe, habe meine Lebensläufe von früher nochmal gelesen, meine Zeugnisse durchforstet, mir klar gemacht, dass ich manches irgendwann einmal gelernt habe. Dummerweise, hat der Arbeitsmarkt einige Steine und Felsen, die er gut positioniert in den Weg gelegt hat.

Du bist etwas wert

Der erste Stein ist der, der Agentur für Arbeit, bei der sich „Arbeitssuchende“ zu melden haben! Da bekommt man auch mal knallhart vor den Latz geknallt, dass man nichts wert ist. Lass dir sagen: Das ist FALSCH! Jeder hat einen Wert. Suche und erkenne ihn!

Jetzt ist es wichtig sich zu positionieren, seine Sachen zu aktualisieren, sich klar zu werden: Wo will ich hin? Dabei ist es nicht wichtig das sofort benennen zu können. Auch hier darf man sich Zeit lassen. Mit klarem Kopf und etwas Abstand sieht man klarer.

Eins muss klar sein: Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, können weit reichen. Mir hat es sehr geholfen Hilfe zuzulassen. Zugegeben: Ich tue das nicht oft. Ich mache Dinge gern mit mir selbst aus, treffe meine Entscheidungen alleine. Der ein oder andere mag keine Hilfe brauchen, ich musste jedoch zugeben, dass Experten mir zum einen wirklich helfen wollten und mich weiterbringen würden. Und ich musste zugeben, dass Experten mir den Weg ein wenig ebnen könnten.

Es ist nun mal so, dass Dinge sich ändern. Lebensläufe sehen heute anders aus. Bewerbungen schreibt man heute anders und auch Jobs werden heute anders gesucht und gefunden. Mal ehrlich: Wer kann mir denn sagen, welche der 200 Jobbörsen gut sind! Werbung erzählt einem, wie es wirklich läuft, natürlich in reiner Eigenwerbung. Ohne Vertrauensbasis, ist das schwer bin kaum zu glauben. Sie erzählen einem auch nicht, dass man als Arbeitssuchender gefunden werden kann! Was gut ist, wissen die, die Arbeitssuchende wirklich in der Arbeitswelt unterbringen. Es war mein Glück, dass ich mich für eine Weiterbildung bei der LVQ entschieden haben. Ich wurde und werde sehr unterstützt.

Was habe ich gelernt

Schritt für Schritt habe ich angefangen die Angebote wahrzunehmen, die Hilfe anzunehmen und auf die Ratschläge zu hören. Dazu gehört nicht nur das Ausarbeiten der Bewerbungsunterlagen. Dazu gehört auch das Benennen der Adressen, an die man sich wenden kann. Dazu gehört aber auch das „Netzwerken“. Schritt für Schritt habe ich herausgefunden, dass mein Bewerbungsschreiben auf den Job ausgerichtet werden muss. Es muss nicht zwingend im Print vorliegen. Eine Bewerbung muss mit dem Job korrelieren. Während ein Anwalt sehr förmlich auftritt, wird ein Friseur eher erfolgreich mit einer kreativen Bewerbung. Ein Social Media Manager wird vielleicht eine Bewerbungswebssite vorweisen und ein Software-Entwickler wird selbst erstellte Software zeigen.

Ich habe aber auch herausgefunden, dass ich auch gefunden werden kann. Dass es Plattformen gibt, auf denen man sich bewerben kann, sich Arbeitgebern präsentieren kann. Das LVQ hat zum Bewerbungsnetzwerk Xing ein kostenloses E-Book erstellt, wonach man sein Profil so individualisieren kann, dass es Erfolg hat, weil es den Bewerber bestmöglich präsentiert. Das weiß man nicht, wenn man es nie genutzt hat.

Schritt für Schritt zum neuen Job

Der nächste Schritt ist die Jobsuche an sich. Es kann schon der Endspurt der Phase sein, wenn man direkt das Richtige findet. Es ist ein anstrengender Endspurt. Denn es ist Fleißarbeit mit vielen Rückschlägen. Auch hier habe ich Tipps bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

  1. Praktika akquiriert man über das Telefon. Warum?
  • Es geht schnell und ist nicht so aufwändig.
  • Es kann zwar demotivierend sein, wenn man lange telefonieren muss, aber das einzelne Telefonat geht schnell, die Recherche dauert oft länger als das Telefonieren an sich.
  1. Jobs bekommt man eher über den Fuß in der Tür. Die wenigsten Jobs werden über den offenen Arbeitsmarkt vergeben. Wie das?
  • Man netzwerkt sich in die Köpfe der Arbeitgeber. Wie?
  • Es gibt soziale Netzwerke (Xing, Linkedin, Facebook), es gibt aber auch „analoge Treffen“. Zum Beispiel den Twittwoch (zum Beispiel den Twittwoch Ruhr) oder Barcamps für unterschiedlichste Themen, Vorträge, die man sich anhören kann. Wofür schon wieder Vorträge?
  • Weil man sich zum einen thematisch weiterbilden kann und zum anderen danach noch mit anderen Teilnehmern ins Gespräch kommt und stellt im besten Fall einen Fuß in die Tür.

Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, es funktioniert aber nie ohne eine klare Positionierung – Wo willst du hin?

Da ich mich komplett neu orientieren wollte, musste ich mich auch neu aufstellen. Genau diese Weiterbildung wird meine Rettung sein. Mal sehen, wo mich meine Positionierung und Neuorientierung hinführen wird.

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1 thought on “Schritt für Schritt zum Lebenstraum

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