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Twittwoch für Anfänger

Mein erster Twittwoch steht vor der Tür und ich bin nervös, regelrecht aufgeregt. Was wird mich erwarten? Wie groß wird die Veranstaltung sein? Werde ich jemanden kennen lernen, Kontakte knüpfen? Wird es kostenlos sein oder habe ich etwas übersehen? Neugierig suche ich in der Nähe nach einem Parkplatz und setzte mich zunächst beobachtend in der Nähe des Eingangs, abwartend.

Ein junger Mann spricht mich an und fragt, ob ich denn auch zum Twittwoch wolle und wisse, wo die Veranstaltung stattfindet. Ich schlage vor, zusammen zu suchen, doch ich denke, ich werde meiner Euphorie wegen eher milde belächelt, man merkt mir wohl meine Nervosität an. Ich übersehe das jedoch, wir suchen zusammen und finden schnell den Eingang.

Angekommen

Ich habe mir ja vieles vorgestellt, wusste die Adresse, wusste von drei Impulsvorträgen und ich kannte auch die Themen, aber ich habe definitiv mit mehr als rund zwei Dutzend Teilnehmern gerechnet. Es ist fast familiär: Ein paar Leute sitzen in einem Raum um einen großen, runden Tisch zusammen. Diverse Getränke stehen bereit, man redet, twittert natürlich, tauscht Lebensgeschichten und Erfahrungen aus. Bereits vor dem ersten Vortrag habe ich Kontaktdaten ausgetauscht und Tipps bekommen, die mich in die richtige Richtung „schubsen“ sollen. Immer gern!

Es beginnt mit einer Vorstellungsrunde. Viele kommen von der LVQ, einer Weiterbildungsstätte in Mülheim an der Ruhr, es wird fast zum Running Gag. Einige sind wie ich heute zum ersten Mal bei einem Twittwoch und sind ähnlich überrascht wie ich. Da ich momentan sowieso Anschluss in meiner Neuorientierung suche, nehme ich die Gelegenheit einfach an.

Bei diesem Twittwoch bricht Gerhard Schröder das Eis mit seinem Vortrag über Lichtfeld. Sehr kreativ informiert er, durch Zeichnungen gestützt, vom Lichteinfall in der Bildtechnik. Beginnend bei Bildern in der Steinzeit, über die Camera Obscura, Bildpixel bis hin zum Strahleneinfall der Lichtfelder. Diese werden visualisiert durch Wollknäuel, die quer durch den Raum fliegen – eine eindrucksvolle Aussicht auf die Technik, die derzeit erforscht wird und dem Fotografen erlaubt Bilder nachzuschärfen, weil sie aus tausenden Bilder bestehen und Datenmengen, die unsere Vorstellung derzeit überschreiten.

Der zweite Vortrag dreht sich um das Marketing. Sebastian Dietz erzählt uns von der fehlenden Fokussierung auf den Kunden und dass sich dieser viel besser durchleuchten lässt. Ziel ist dabei nicht, dem Kunden etwas zu verkaufen was dieser nicht möchte, sondern auf einer unbewussten Ebene genau herauszufinden, was er braucht. Interessant, sich dem Kunden auf diese Art zu nähern, seinen eigenen Wert und seinen Umsatz zu steigern.

Twittwoch bedeutet Content

In der kurzen Pause gibt es auch etwas zu erfahren, denn an Content fehlt es nicht. Der „Instawalk“ wird beworben und findet auch gleich Interessenten. Viel neuer Input von Bestrebungen, Start Ups mit Unternehmen zusammenzubringen, das passiert sonst in den Räumen des „Come In“ im Camp Essen. Kreative Outputs an beschreibbaren Wänden sind nur eine von vielen Methoden, die den Ideenfluss visualisieren und verstärken.

Es ist Zeit für den letzten Vortrag des Twittwoch-Abends: Mathias M. Fuchs erklärt die Macht von Marken, die Wertschätzung und das Schild, das eine Marke ausmachen kann und stellt die Formal G = M auf – Gewinn = Marke. Es stellt sich die Frage, warum Unternehmen sich nicht als Marke sehen, warum sie nicht ihre Macht nutzen und sich nicht zu einer Marke erheben, sich unter Wert verkaufen.

Die Twittwoch „Balkonparty“ endet auch auf dem Balkon. Es gibt Würstchen vom Studenten (Teilnehmer werden schmunzeln). Jetzt ist Zeit und Raum, Erfahrungen untereinander auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und den Abend ausklingen zu lassen.

Ich finde es großartig, was für Social Media Begeisterte auf die Beine gestellt wird und das auch noch kostenlos. Ich werde immer wieder gern an einem Twittwoch teilnehmen. Es wird nicht immer der Vortrag sein, der meinem Leben einen Kick gibt, aber sicher immer wieder: Inspirierende Impulsvorträge, tolle Menschen, Netzwerken. Ich bin noch neu bei Twitter und ich liebe es. Es ist schnell, es ist informativ und direkt. Den Twittwoch kann man als analoges Twitter ansehen: Es ist schnell, es ist informativ und direkt.

Eure Siemia_A

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1 thought on “Twittwoch für Anfänger

  1. Thats how it works!
    Ich muss mir unbedingt mal angewöhnen mich auf solchen Events auch mal sichtbar zu machen.
    Wenn die Zeit da ist, werden wir uns dort sicherlich mal sehen 😉

    Überigens, gut geschriebener Artikel 🙂

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