Lebensqualität

Zeit vergeht zu schnell – 5 einfache Tipps das zu stoppen

Diese Woche ist es wieder soweit – Einschulung! Der Ernst des Lebens beginnt und überall wird es nachhallen: Die Zeit rennt! Sie werden so schnell groß! Ja, werden sie…

Die Zeit der Schwangerschaft vergeht eher gemächlich. Es ist wenig Aktion. Alles geht ein wenig langsamer. Die Frau geht langsamer, die Untersuchungen dauern eher lange. Die Frau liegt verkabelt auf der Liege und die Herztöne werden aufgezeichnet. Oder die Bilder des Embryos oder Fötus werden betrachtet. Es wird auch viel nachgedacht, die werdenden Eltern nehmen sich Zeit, sich auf den Nachwuchs vorzubereiten.

Dann ist der Nachwuchs da. Die erste Zeit ist unglaublich intensiv. Und plötzlich hebt der Nachwuchs schon den Kopf. Bekommt das erste feste Essen. In wenigen Wochen ist der Alltag eingekehrt, das Kind ist voll integriert oder vielmehr, der Alltag ist auf das Kind abgestimmt. Das erste Mal Sitzen, Stehen, Gehen, Sprechen. Die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen. Sicher, es kommt einem irre schnell vor. Gerade hat man die Kleinen noch gewickelt, ihnen das Laufen beigebracht, sie haben das erste Wort gesprochen und schon wünscht man sich mal eine halbe Stunde ohne Geplapper.

Warum ist das so?

Schauen wir mal auf die Zeit ohne Kind zurück. Wie lange dauert es von Weihnachten zu Weihnachten. Manchmal gefühlt nicht mal einen Wimpernschlag. Als wir selbst noch Kinder waren, dauerte es manchmal gefühlt zwei Jahre von Weihnachten bis Weihnachten.
Alles ist irgendwie stressiger geworden. Während das Essen auf dem Herd steht, telefoniert man mit der Freundin und räumt die Spülmaschine aus. Während man im Zug sitzt, schreibt man E-Mails und überlegt, was man auf keinen Fall vergessen darf. Während man Pause macht und den Abend ausklingen lässt, checkt man Nachrichten und schreibt sich Merkzettel. Alles ist schneller und schneller geworden und die Zeit hat sich angepasst. Und sie rennt! Ich habe es geschafft die Zeit wieder zu verlangsamen.

5 Tipps Zeit zu verlangsamen?

  • Langweile dich! – Nein, ich bin nicht verrückt, auch ich habe Stress. Ich nehme mir dennoch für Langeweile Zeit. Ich tue etwas, was mich langweilt, das kann auch Hausarbeit sein und mache mir bewusst, wie lange das dauert, schaue immer wieder auf die Uhr. Das macht Zeit langsamer. Positiver Nebeneffekt: Die unliebsamen Arbeiten werden wieder gründlich.
  • Beobachte die Zeiger! – Ich nehme mir immer wieder Zeit die Zeit zu beobachten. Ich weiß, das klingt absurd. Ich beobachte auch ganze keine Stunde, das wäre wirklich absurd. Ich mache mir nur immer mal wieder bewusst, dass ich noch massig Zeit habe, 5 Minuten lang. Oder am Bus. Ich schaue zu, wie der Sekundenzeiger schleicht.
  • Fasse unliebsame Dinge zusammen! – Ich fasse Dinge dann zusammen, wenn sie unangenehm sind. Zum Beispiel kann man während man kocht, die Küche aufräumen. Beides nicht so bombig, zusammen genauso wenig bombig. Oder beim Einkaufen an der Kasse Mails checken, auch beides mäßig bombig. Zusammen sind die unlustigen Dinge genauso unlustig, aber du sparst Zeit. Kann man mit Tipp 1 abwechseln. Wir wollen ja nicht nur unliebsame Dinge tun.
  • Konzentriere dich, wenn du etwas Tolles machst! – Wenn du etwas Tolles tust, tue es und lasse dich nicht ablenken. Im Gegenteil. Mache dir bewusst, was du gerade tolles tust. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ereignisse langsamer vergehen, wenn man darüber nachdenkt, während man sie tut.
  • Ich trauere der Zeit nicht nach! – Das ist der wichtigste Tipp. Meine Tochter wird eingeschult, aber ich denke nicht: „Sie wird so schnell groß!“ Ich freue mich, dass sie selbstständig wird, freue mich über jeden Schritt vorwärts. Sie freut sich und sagt mir fast täglich, wie groß sie schon ist. Und ich freue mich mit ihr. Was wäre ich für eine Mutter, wenn ich ihr ein schlechtes Gewissen machen würde, weil sie selbstständiger wird? Das ist doch mein Ziel!
Kostet das nicht zu viel Zeit?

Nein. Es kostet zwar Zeit Zeit zu beobachten, aber subjektiv erreichst du mehr als du verlierst. Du schärfst deine Sinne für dein Zeitempfinden. Du wirst profitieren.

Zurück zu den Kindern. Ich weiß, anhand unserer Kinder sehen wir, wie schnell die Zeit vergeht und das tut weh. Nicht nur, weil wir uns anhand von Kindern unseres Alterns bewusst werden, sondern weil wir sie gehen lassen: Gestern haben sie uns noch um Hilfe gebeten, heute schaffen sie es alleine. Wir machen es uns jedoch schwerer, wenn wir die Vergangenheit betrauern. Unsere Kinder werden selbstständig, aber war nicht genau das unser Ziel? Mach dir klar: Du bist nicht schon so alt, du bist erst so alt und bist so jung, wie du dich fühlst. Verlangsame die Zeit und koste dein Leben aus.

Vielleicht hast du ja noch einen tollen Tipp, wie man Zeit verlangsamen kann? Schreibe das doch in die Kommentare! Ich freue mich auf weitere Tipps!

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2 thoughts on “Zeit vergeht zu schnell – 5 einfache Tipps das zu stoppen

  1. Die Einschulung eines Kindes ist wahrhaftig ein großer Schritt zur Selbständigkeit. Ich stimme Dir zu, dass man aufhören soll der Zeit nachzutrauern, habe ich immer wieder gemacht, ergibt wenig Sinn.
    Mein Tipp ist, den Tag nicht immer mit Tausend Aufgaben vollzupacken. Gelingt mir nicht immer, trotzdem versuche ich es.

  2. Versuche so viel Zeit mit eurer Süßen zu verbringen. Sie lässt sich nicht zurückholen. Und gebt dem Kind und euch die Gewissheit, alles getan zu haben, um dem Kind eine glückliche Kindheit zu geben, und nur das zählt.

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